Nebenschilddrüse
Die Nebenschilddrüsen sind vier kleine Drüsen, die sich meist hinter der Schilddrüse am Hals befinden. Trotz ihres Namens haben sie eine ganz andere Aufgabe als die Schilddrüse. Ihre wichtigste Funktion ist die Regulation des Kalziumspiegels im Blut. Dafür produzieren sie das Parathormon (PTH).
Erkrankungen der Nebenschilddrüse
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Nebenschilddrüsenüberfunktion
Bei einer Überfunktion produzieren eine oder mehrere Nebenschilddrüsen zu viel Parathormon. Dadurch steigt der Kalziumspiegel im Blut an. Dies kann zu folgenden Beschwerden führen: Knochenabbau (Osteoporose), Nierensteine, Müdigkeit, depressive Verstimmungen. Am Hals treten keine Beschwerden auf. Viele Betroffene haben lange Zeit wenig oder keine Symptome und die Erkrankung wird zufällig bei anderen Blutuntersuchungen entdeckt.
Die Abklärung einer Nebenschilddrüsenüberfunktion beinhaltet Blutuntersuchungen sowie meist auch eine Knochendichtemessung. Zur Suche und Bestimmung welche der 4 Nebenschilddrüsen ursächlich ist für die Überfunktion wird ein Ultraschall durchgeführt sowie eine spezielle nuklearmedizinische Untersuchung (Cholin-PET/CT).
Operationen der Nebenschilddrüse
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Gut zu wissen
Operationen an der Nebenschilddrüse stellen eine hohe Anforderung an eine schonende Operationstechnik, weshalb diese Eingriffe von erfahrenen endokrinen Chirurg/Innen durchgeführt werden sollten. Bei guter Lokalisationsdiagnostik kann der Eingriff über einen kleinen Hautschnitt fokussiert erfolgen. Eine Exploration aller Nebenschilddrüsen ist sehr selten. Zur unmittelbaren Erfolgsdiagnostik bei der Operation kommt die intraoperative Parathormonmessung und die Autofluoreszenztechnik der Nebenschilddrüsen zur Anwendung.
Die Erfolgsaussichten einer Nebenschilddrüsen-Operation sind sehr gut. Bei den meisten Patientinnen und Patienten normalisieren sich Kalzium- und Parathormonwerte und bessern sich die Beschwerden. Ein Fortschreiten des Knochenabbaus wird verhindert.
Häufig gestellte Fragen zur Operation
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Wie lange ist die Hospitalisation bei einer Nebenschilddrüsenoperation?
Der Spitalaufenthalt ist in der Regel 2 Tage (1 Übernachtung).
Wie lange dauert die Operation?
Je nach Ausmass der Operation in der Regel zwischen 45 und 90 Minuten.
Was sind mögliche Komplikationen bei einer Nebenschilddrüsenoperation?
Es kann zu einer Verletzung des Stimmbandnervs kommen. In diesem Fall treten Heiserkeit und Schwierigkeiten bei der Erzeugung hoher Töne auf. Die meisten Stimmveränderungen sind in der Regel vorübergehend. Dauerhafte Veränderungen sind selten.
Es kann vorübergehend zu einem Kalziummangel kommen, so dass die Einnahme eines Kalziumpräparates meist in Kombination mit Vitamin D notwendig ist.
Wie bei jedem operativen Eingriff besteht ein Blutungsrisiko und ein Infektrisiko. Beide Komplikationen sind sehr selten.
Wie lange nach einer Nebenschilddrüsenoperation kann man nicht arbeiten oder Sport treiben?
Die Arbeitsunfähigkeit ist abhängig von der Tätigkeit und ist meistens 1-2 Wochen. Für 2 Wochen sollte kein Sport betrieben werden wegen der Gefahr einer Nachblutung.
Narbe nach Nebenschilddrüsenoperation?
In der Regel heilen Narben am Hals sehr gut, die Narbenbildung ist aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Zu Beginn ist eine Schwellung, Rötung und Verhärtung noch normal.
Wichtig ist eine konsequente Narbenmassage und Eincremen mit Narbensalbe. Damit kann ca. 2 Wochen nach der Operation begonnen werden. Die ersten Monate sollte die Narbe zudem vor zu viel Sonnenlicht geschützt werden. Die Narbe wird mit der Zeit blasser und flacher, dies kann mehrere Monate bis zu einem Jahr dauern.